Dimethylgermaniumdichlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strukturformel
Strukturformel von Dimethylgermaniumdichlorid
Allgemeines
Name Dimethylgermaniumdichlorid
Andere Namen
  • Dichlordimethylgerman
  • Dichloridodimethylgermanium
Summenformel C2H6Cl2Ge
Kurzbeschreibung

klare, farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1529-48-2
EG-Nummer 216-216-5
ECHA-InfoCard 100.014.742
PubChem 73724
Wikidata Q15628298
Eigenschaften
Molare Masse 173,62 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,505 g·cm−3 (25 °C)[1]

Schmelzpunkt

−22 °C[1]

Siedepunkt

123 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​314
P: 280​‐​305+351+338​‐​310[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Dimethylgermaniumdichlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der germaniumorganischen Verbindungen.

Gewinnung und Darstellung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dimethylgermaniumdichlorid kann analog der Müller-Rochow-Synthese durch die direkte Umsetzung von Germanium mit Methylchlorid in hoher Ausbeute hergestellt werden:[2]

Bei einer katalytischen Konproportionierung von Tetramethylgermanium mit Germaniumtetrachlorid im Verhältnis 1:1, bei 150 °C im Bombenrohr bildet sich zunächst eine Mischung von Methylgermaniumtrichlorid und Trimethylgermaniumchlorid, welche sich dann bei noch höherer Temperatur zum gewünschten Produkt umsetzen:[2]

Dimethylgermaniumdichlorid ist eine farblose, klare Flüssigkeit mit einem Brechungsindex von 1,46 und einem Flammpunkt von 32 °C.[1]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b c d e f g h Datenblatt Dimethylgermanium dichloride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 2. April 2015 (PDF).
  2. a b I. Schumann-Ruidisch, V. Lieb, B. Jutzi-Mebert: Galliumchlorid-katalysierte Konproportionierungsreaktionen von Alkylgermaniumhalogeniden. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. Band 355, Nr. 1-2, November 1967, S. 64, doi:10.1002/zaac.19673550108.