Diskussion:Genesis (Bibel)

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Zahlreiche unbelegte Behauptungen

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Die Genesis gehört zu den bekanntesten biblischen Büchern, mit großer Ausstrahlung auf Literatur, Musik, Kunst usw. Daran gemessen, finde ich diesen Artikel mit seinen pro Tag rund 300 Aufrufen suboptimal. Immer wieder wird der Leser mit Faktenbehauptungen konfrontiert, für die kein Beleg genannt wird. Beispiele hierfür:

  1. Unter "Etymologien" heißt es belegfrei: Im Christentum wird Bereschit mit „Am Anfang“ fehlübersetzt. „Am Anfang“ impliziert, dass es einen Anfang im Sinne eines Starts gab. Demgegenüber bedeutet „Im Anfang“, dass der Anfang ein fließender Prozess gewesen ist. So einfach ist das nicht. Vgl. im Artikel Schöpfungsgeschichte (Priesterschrift): Nach einer Wortfeld-Analyse kam Bauks zu dem Ergebnis, dass die Mehrdeutigkeit des Begriffs ein Kunstgriff des Erzählers sei. Sie erlaube „die Deutung als absoluten Anfangszeitpunkt, als Beginn des göttlichen Schöpfungshandelns und als Früh- bzw. Vorzeit der Geschichte Israels.“
  2. Der Schöpfungsbericht ist Ausdruck der definitiven Abkehr von den levantinischen Religionen und der Ausbruch aus der Vielgötterei. Das Wort Gottes (siehe Logos), also die Vernunft eines Gottes allein, ist die entscheidende Aufhellung und Aufklärung der Geschichte. Das Chaos, die Wüstenei, die Ödnis, das Tohuwabohu wird vollkommen der Souveränität eines vernünftigen, die Menschheit liebenden Gottes unterworfen. Inwieweit hierbei bestehende Vorstellungen aus anderen Kulturen (Echnaton, Jitro) übernommen wurden, ist nicht geklärt. Andere Berichte aus dem Zeitraum vor und während des babylonischen Exils (besonders beim Propheten Jeremia) begründen die Verschleppung des Volkes Israel mit dem Abfall von Gott und der Zuwendung zu den Götzen der fremden Völker in der göttergesättigten Nachbarschaft Israels. Das ist unbelegt, und eine derartige tour de force durch verschiedene Themenfelder ist meines Erachtens auch nicht belegbar.
  3. Die Einleitung zum Evangelium nach Johannes knüpft an Genesis 1 an, indem es mit den Worten beginnt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott“ (Joh 1,1–2 EU). Auch hier wird betont, dass das Wort Gottes am Anfang der Welt stand. Dieses Wort ist, so Johannes, in Jesus von Nazaret Fleisch geworden und hat Kunde gebracht (Joh 1,14–18 EU). Das schließt direkt an das Vorhergehende an und ist ein massives christliches Interpretament, das in einer "Inhaltlichen Zusammenfassung" des Buchs Genesis fehl am Platze ist.
  4. Der Grundstoff Erde, aus dem Gott den Menschen geformt hat, wird erst richtig zum Menschen, indem ihm Gott seinen Atem, seinen Geist in die Nase bläst (Genesis 2,7 EU). Gott tritt also in den Menschen – seine Schöpfung – hinein. In ihm berühren sich Himmel und Erde. Die Passage lautete bei Einfügung 2005 so: "Gott formt den Menschen aus Erde des Ackerbodens. Zunächst einmal ist das eine totale Demütigung. Das soll heißen, du Mensch bist aus demselben Stoff wie deine Umwelt und wie der Wind den Staub von der Erde fegt, so ergeht es dem Menschen. Du bist kein Gott, du hast dich nicht selbst gemacht, du bist begrenzt. Du bist nur Erde. Aber es ist auch eine Tröstung. Der Mensch ist ein Teil der Welt, wie alles andere auch. Er ist kein Dämon und auch kein böser Geist, wie es manchmal scheint. Alle Menschen sind Erde, jenseits aller Geschichte, Kasten, Rassen und Kultur. Damit der Mensch zum Menschen wird geschieht noch ein Zweites. Dem Grundstoff Erde aus dem Gott den Menschen geformt hat wird erst richtig zum Menschen indem ihm Gott seinen Atem, seinen Geist in die Nase bläst. Gott tritt also in dem Menschen in seine Schöpfung hinein, in ihm berühren sich Himmel und Erde." Komplett unenzyklopädisch, klingt nach Andachtsbuch (Thielicke??) oder Predigt.
  5. "Die Israeliten hatten das Land Kanaan in Besitz genommen und bevölkert. Die Kanaaniter hatten einen blühenden Kult, der seinen Eindruck auf die Israeliten nicht verfehlte. Die Schlange war dabei ein heiliges Tier, das hochaufgerichtet dargestellt wurde und für Fruchtbarkeit und Leben stand. Die Schlange stand also für das Heidentum, und immer wenn sich die Israeliten einem Kult anderer Götter zuwandten, brach Unheil und Not aus. Also wird die Schlange in den Schöpfungsbericht zurückverlegt, in ihr schimmert die Religion der Bewohner Kanaan mit durch. Wer sich der Schlange zuwendet, verfällt dem Verderben, wie die ersten Menschen im Paradies." Auch das ist eine höchst eigenwillige Interpretation des Textes. Es geht jetzt immer so weiter, man ist in einem Andachtsbuch, einer Predigtreihe aber nicht in einer Enzyklopädie.
  6. Abraham soll 100, Sarah 90 gewesen sein, als ihnen Isaak geboren wurde. Dies wird glaubhaft, wenn man nicht 100 bzw 90 Jahre, sondern 100 bzw 90 Ernten ansetzt, die etwa zweimal in 12 Monaten stattfanden. Das Jahr als Zusammenfassung von 12 Monaten war mangels Jahreszeiten in der Wüste wohl unbekannt. Originelle Idee.

--Ktiv (Diskussion) 11:22, 18. Apr. 2023 (CEST)Beantworten

Alle deine Anmerkungen sind für mich voll und ganz nachvollziehbar. Hast du Überarbeitungsvorschläge?--Wortsportler (Diskussion) 16:22, 18. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
Ups, übersehen, dass es bereits Änderungen am Artikel gibt! Danke für deine Mühe!--Wortsportler (Diskussion) 16:23, 18. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
Hallo Ktiv,
danke für die Kritik! Vieles sieht jetzt gut aus.
Noch zu #2.: Wenn Du die Predigt hier 'raus kürzt, kannst Du m. E. den NT-Teil drin lassen. Ich halte es für angemessen, bedeutende Formen anzugeben, wie mit dem Abschnitt später umgegangen wurde. Vielleicht kann dementsprechend noch die Position der theoretischen Physik ergänzt werden: Stephen W. Hawking hat herausgestellt, dass ein Gott, der sich innerhalb unserer Raumzeit bewegt und demnach an diese gebunden ist, einen solchen Schöpfungsakt ("Im Anfang") nicht vollzogen haben könne, da die Zeit selbst nicht unabhängig von der Materie, die er erschaffen haben soll, existiert. Es fehlt bei ihm der Ausweg aus diesem Dilemma: Der Gott der Bibel existiert folglich in Seinem eigenen Zeitrahmen, in dem dann auch exemplarisch (nicht mathematisch) 1000 Jahre (unserer Erde) wie ein Tag sind.
Noch zu #4.: Was jetzt noch unter Adam und Eva steht, fängt aber bereits mit großem Mist an. Eine tendenziöse Quelle mit klarer Absicht verdreht eine Aussage mit interpretatorischen Klimmzügen ins Gegenteil. Das müssen wir nicht übernehmen. Du kannst genug Hebräisch, um zu wissen, dass Gen 1,27 BHS von den Masoreten in 3 Abschnitte gegliedert wird. In den ersten beiden wird das Geschöpf (singular) mit dem Schöpfer in Beziehung gesetzt. Im EN gehen hier bereits Genus und Sexus durcheinander. Im dritten werden die einzelnen Entitäten dieser Schöpfung (plural) in ihrer bipolaren Geschlechtlichkeit definiert (männlich und weiblich). In Genesis 2 wird das noch genauer ausgeführt. Dem zunächst ohne explizit definierten Sexus geschaffenen Adam wird diese bipolare Geschlechtlichkeit zuerst vor Augen geführt. Danach wird die Frau aus der Seite (Das Wort bedeutet je nach Kontext "Rippe", "Seite", oder "Bootsspant") des Menschen erschaffen. In der Tora ist zudem festgelegt, nicht, wie sich die Kleidung von Männern und Frauen unterscheiden sollen, sondern, dass sie sich unterscheiden und dass wir unseren Kindern entsprechend geschlechtsspezifische Kleidung anziehen sollen.
Noch zu #6.: Originelle Ideen haben die Tendenz TF zu sein. Es gibt auch die Deutung, dass bei den Erzvätern vor Abram mit Jahren eigentlich Monate gemeint gewesen seien. Auf letztere bezogen hieße dass, dass mindestens einer von denen von einem kleinen Kind gezeugt worden wäre. Auf Abram/Abraham bezogen würde es bedeuten, dass das, was als absolut unerwartbar beschrieben wird, eben doch realistisch und damit erwartbar gewesen wäre. Geschehnisse und ihre Deutung sind in der Bibel wohl nicht zu trennen. Wer der Beschreibung eines Wunders ein natürliches Ereignis zugrunde legt, schreibt, dass kein Wunder geschehen sei. Das unterscheidet sich qualitativ nicht von einer Behauptung, dass der Beschreibung kein Ereignis zugrunde gelegen hätte. In beiden Fällen wäre die Beschreibung gerade hinsichtlich ihrer Intention nicht verlässlich.
Willst Du die Abschnitte entsprechend überarbeiten, möchtest Du erst Vorschläge sammeln, oder soll die Arbeit verteilt werden?
Österliche Grüße! --Vollbracht (Diskussion) 21:11, 18. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
Als jemand, der Religionswissenschaft und Physik studiert hat, möchte ich mit Nachdruck davon abraten, Physik und Bibelexegese miteinander zu vermengen. „die Position der theoretischen Physik“ gibt es zu solchen Fragen auch nicht, da religiöse Schöpfungsmythen kein Gegenstand der Physik sind. Wenn Hawking sich dazu äußert, ist das seine persönliche Ansicht, die allerdings einen groben Mangel an theologischen Kenntnissen offenbart. Derartiges hat in unserem Artikel absolut nichts verloren, allein schon deshalb nicht, weil so suggeriert wird, es handle sich bei dem Bibeltext um historische Geschichtsschreibung, die daher mit den Naturgesetzen (und mit der diese beschreibenden Physik) in Einklang zu bringen wäre.--Wortsportler (Diskussion) 21:58, 18. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
Das sehe ich genauso wie @Wortsportler.
Einen Artikelausbau könnte ich erst im Sommer angehen. Meine sehr vorläufigen Überlegungen hierzu:
  • "Inhaltliche Zusammenfassung" vor allem als Inhaltsangabe und Verteiler zu den vielen Einzelartikeln, die es zu Genesis-Erzählungen gibt; jedenfalls nicht als erbaulichen Mini-Kommentar zu den 50 Kapiteln.
  • Fokus auf Rezeptionsgeschichte der Genesis a) im Judentum, b) im Christentum, durch die verschiedenen Epochen. Vll. auch c) im Islam, wenn es dazu genug Material gibt.
  • Genesis in Musik, Kunst, Film.
  • Exemplarisch das Argumentieren mit der Genesis bei aktuellen Themen, z. B. Geschlechterrollen, Familienbild, Bewahrung der Schöpfung vs. Dominium terrae, Abrahamitische Ökumene, Verhältnis Juden-Araber im Nahostkonflikt. Hier vll. Fokus auf offizielle kirchliche Texte, also wie sieht die Exegese hinter solchen Denkschriften etc. aus.
  • Den Sinn eines Kapitels "Kritik am 1. Buch Mose" erschließt sich mir nicht.
Was meint ihr dazu? --Ktiv (Diskussion) 08:40, 19. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
@Wortsportler,
in einem Punkt gebe ich Dir recht: Es ist gewiss nicht klug, die eigene Glaubensgewissheit, einem lebendigen Gott zu dienen, davon abhängig zu machen, dass die Schöpfungsberichte historische Wahrheit beschreiben. Es sei aber der Hinweis erlaubt, dass zumindest hier am Ort jene Kirchengemeinden, in denen sie für genau das gehalten werden, in den letzten Jahren einige neue Gebäude errichten mussten und teilweise schon wieder so gewachsen sind, dass der nächste Neubau ansteht, während in der evangelischen Landeskirche andernorts Gebäude säkularisiert wurden, weil die Mitgliederzahl zu stark zurück gegangen ist.
Und während Professor Ganteför nicht müde wird, zu betonen, dass seine Physik nicht geeignet ist, die Existenz Gottes zu beweisen, oder zu widerlegen, wird es immer wieder Menschen geben, die es damit versuchen. Indessen gibt es sehr wohl die Position der theoretischen Physik: Wir leben in einem Universum, das sich seit mehr als den biblisch-literal beschriebenen gut 6000 Jahren beschleunigt ausdehnt und wissen eigentlich nur sehr wenig darüber.
@Ktiv,
das hört sich sehr gut an. Einzig bei den Beispielen, meine ich, sollten wir uns auf Argumentationen beschränken, in denen in der Genesis auch wirklich mehr als nur ein Halbsatz zum Thema gefunden werden kann. Sonst sind die Argumentationen schnell an den Haaren herbei gezogen, oder substanziell Off Topic. --Vollbracht (Diskussion) 13:14, 19. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
Du unterschlägst einen Halbsatz bei mir. Ich sprach davon, dass es keine Position der theoretischen Physik zu religiösen oder biblischen Fragen gibt. Daher hat die Physik in einem Artikel über einen Bibeltext auch nichts verloren. Die biblischen Schöpfungsberichte sind weder historische Geschichtsschreibung noch wollen sie eine Auskunft über die Entstehung des „Universums“ geben (einen Universums-Begriff, der dem der neuzeitlichen Physik ähneln würde, gab es vor 2000 Jahren noch gar nicht). Und dass fromme, freikirchliche Gemeinden wachsen, während die klassische Kirche langsam ausstirbt, ist sicherlich wahr, hat aber ebenfalls nichts mit unserem Lemma hier zu tun. In diesem Artikel geht es um das Buch Genesis, um einen von einer Endredaktion wohlkomponierten, literarischen Text aus dem Judentum, der dann über das Judäo-Christentum der Messias-Bewegung auch vom Christentum übernommen wurde. Unsere Aufgabe ist es, den Text in seinen Aussagen und seiner Wirkungsgeschichte nach dem Stand der zugehörigen Wissenschaft(en), also der Theologie(n) (jüdische und christliche Exegese) und der Religionswissenschaft, vorzustellen. Da ist weder Platz für Physik noch für aktuelle Entwicklungen in der Kirchenlandschaft oder für persönliche „Glaubensgewissheiten“ (was auch immer das sein soll).--Wortsportler (Diskussion) 15:34, 19. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
Und es gibt die Möglichkeit, in der Uni evangelische Theologie zu studieren und mit Magister, oder Doktor abzuschließen und es gibt die Möglichkeit, am Bibelseminar Theologie zu studieren und dort mit Master abzuschließen. Die Theologie ist grundsätzlich sehr unterschiedlich - gerade hinsichtlich der Paradigmen, mit denen an die Exegese herangegangen wird. Im einen Fall liegt das Paradigma zugrunde, dass den Schreibern nicht bekannt sein konnte, was erst später niedergeschrieben wurde, oder geschehen ist. Im anderen jenes, dass die Bibel nur einen Autor besitzt und sich in allem selbst auslegt. Und unsere Aufgabe hier in der Enzyklopädie ist nicht, zu bewerten, sondern sachlich korrekt darzulegen. Und der Stand der Wissenschaft in der evangelisch landeskirchlichen Theologie ist hier höchst relevant, jedoch auch weltanschaulich. Ich werde mich gewiss hier nicht hinstellen und erklären, ich hätte recht, weil ich die Mehrheit vertrete (tue ich vermutlich nicht), oder weil ich zuerst da war (war ich nicht). Aber wenn auf einen bedeutenden Text Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen sehr unterschiedlich reagieren, sollten wir m. E. auf diese unterschiedlichen Positionen auch eingehen. Und: nein, ich habe keinen Halbsatz unterschlagen. So lange bedeutende Zeitgenossen, wie George W. Bush z. B. einer war, die Schöpfungsgeschichte literal geschichtlich interpretieren, wird die von mir beschriebene Position der theoretischen Physik zu einer Antwort auf religiöse Fragen. Und eine solche Antwort war auch die Erklärung von Hawking. Natürlich war das keine Antwort auf eine Frage, die die evangelisch landeskirchliche Theologie stellen würde. Aber sie war gestellt worden. Und ihm mangelnde Kenntnis in der Theologie vorzuwerfen, zeigt nicht gute Kenntnis der beiden Disziplinen, sondern bloß, dass man die eigene Theologie für die einzige hält. --Vollbracht (Diskussion) 22:56, 19. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
Siehe oben: Diese Diskussionsseite dient dazu, Verbesserungen am Artikel „Genesis (Bibel)“ zu besprechen. Persönliche Betrachtungen zum Thema gehören nicht hierher. --Ktiv (Diskussion) 07:54, 20. Apr. 2023 (CEST)Beantworten
Mein Entwurf des Artikelausbaus findet sich hier, noch sehr im Rohbau. Peu a peu ist eine "Inhaltliche Zusammenfassung" sowie die jüdische und christliche Rezeptionsgeschichte geplant. --Ktiv (Diskussion) 14:47, 20. Apr. 2023 (CEST)Beantworten

KALP-Diskussion vom 28. Mai bis zum 17. Juni 2023 (exzellent)

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Beginn eines hebräischen Genesis-Codex (1344)

Das Buch Genesis (abgekürzt Gen) ist das erste Buch der Tora (des Pentateuch), welches die jüdische Bibel (Tanach) ebenso wie den ersten Hauptteil der christlichen Bibel (Altes Testament) eröffnet. Im Original wurde es auf Hebräisch geschrieben und bereits in der Antike mehrfach übersetzt.

Der Artikel wurde in den letzten Wochen von mir ausgebaut. Wegen der kulturellen Bedeutung der Genesis gibt es eine ausführliche Inhaltsbeschreibung. Außerdem wird die Rezeptionsgeschichte im Judentum breit dargestellt. Sollte etwas vermisst werden, kann ich in der nächsten Zeit noch nacharbeiten. Viele Grüße: --Ktiv (Diskussion) 18:05, 28. Mai 2023 (CEST)Beantworten

Exzellent sehr schöner Artikel. Eine Frage: spielen Betrachtungen, wie sie etwa in diesem Buch aufgeworfen werden, in der heutigen Diskussion eine Rolle? Eine Anmerkung: die „man“ sollten so weit wie möglich konkretisiert werden (...die man als Reworked Pentateuch [...] bezeichnet; ...man nimmt an, dass illustrierte jüdische Genesis...; ...wie man bis dahin selbstverständlich annahm... etc.). --Mister Pommeroy (Diskussion) 13:57, 29. Mai 2023 (CEST)Beantworten

Vielen Dank für dein Votum! Von Gerald Schroeder hatte ich bisher noch nichts gehört, kann zu diesem Buch nichts sagen. Vereinbarkeit von moderner Naturwissenschaft und Genesis ist natürlich ein heißes Eisen, Stichwort Kreationismus. Aber Schroeders Ansatz scheint mir (dem Artikel in der enWP zufolge) etwas anders gelagert.
In der exegetischen Literatur wird das eher nicht diskutiert. Es wäre mehr was für das Fach Systematische Theologie.
Bei dem kandidierenden Artikel habe ich versucht, die ersten drei Kapitel Genesis und die Urgeschichte eher etwas knapp zu halten, weil es ja um das ganze Buch gehen soll und weil wir schon eine Reihe Artikel haben, die sich speziell damit befassen. --Ktiv (Diskussion) 17:47, 29. Mai 2023 (CEST)Beantworten

Exzellent Sehr schön, dass wir zu diesem wichtigen biblischen Text jetzt einen Artikel in gewohnter exzellenter Ktiv-Qualität haben, der die verschiedenen Aspekte (Entstehungszeit, Inhalt, Textgeschichte usw.) rundum abdeckt.--PaFra (Diskussion) 18:29, 30. Mai 2023 (CEST)Beantworten

Exzellent Wunderbar, vielen Dank, Ktiv: sehr verdienstvoll. Ein bischen Kritik: also einen Abschnitt "Genesis in der Literatur" sollte man nicht schreiben ohne Erwähnung von Miltons Paradise Lost. Von hier aus ergibt sich auch eine logische Beziehung zu Haydns Schöpfung, weil dessen Text von Milton abhängt. (Das ist eine komplizierte Geschichte.) Zur Rezeptionsgeschichte in Kunst, Film und zeitgenössischer Musik könnte man viel sagen, das ist aber sehr subjektiv, ich denke zuerst an Rembrands "Opferung von Issak", an das Adagio aus den Engima-Variationen von Edward Elgar, die Nimrod-Variation und an William Blakes "And did those feet in ancient time". Aber das ist mein Kanon und der zählt nun mal nicht. Was sagen unsere Bücher? Ich hab den BKAT (Claus Westermann: Gen 1-3 und 4-11), aber der sagt nix dazu. LG --Andreas Werle (Diskussion) 19:51, 30. Mai 2023 (CEST)Beantworten

Danke für dein Votum und die Hinweise; ich habe mir überlegt, das Unterkapitel Literatur nochmal anders anzufassen. Ursprünglich wollte ich mich auf Werke beschränken, die die ganze Genesis, oder große Teile, thematisieren. Das ließ sich aber bei Bildender Kunst und Musik/Film auch nicht durchhalten. Angesichts der schieren Menge können es immer nur Beispiele sein. --Ktiv (Diskussion) 07:26, 31. Mai 2023 (CEST)Beantworten
Ich hab mal mein Gedächtnis-Hinterstübchen durchgekramt. Ich glaube, es gibt keine literarische, künstlerische oder musikalische Adaption der Genesis, die das ganze Werk zum Thema macht. Das ist immer nur cherry-picking. Also wahrscheinlich lohnt es sich nicht soviel Energie da rein zu investieren. Lass uns lieber über Wellhausen und Gunkel diskutieren! :-) LG --Andreas Werle (Diskussion) 20:34, 31. Mai 2023 (CEST)Beantworten

Exzellent Vorbildlich!--Stegosaurus (Diskussion) 10:09, 10. Jun. 2023 (CEST)Beantworten

Exzellent -- Googolplexian (Diskussion) 12:59, 14. Jun. 2023 (CEST)Beantworten

Exzellent, allerdings finde ich es schade, dass die modernen Bilddarstellungen, die da mal den Rand zierten, jetzt stark zurückgedrängt sind und durch viele alte Bilder ersetzt wurden. Das hat seine eigene Ästhetik, gewiss. Aber der Artikel riecht - oberflächlich betrachtet - jetzt ein bisschen nach Archiv und Pergament. Für Schüler ist das jetzt weniger zugänglich, für Spezialisten und Fachtheologen dagegen schon. Manches, wie zum Beispiel Abraham, wird hier besser erklärt als dort. Trotzdem würden ausgewählte Hauptartikelverweise unter den Überschriften offenlegen, dass es bei manchen Stichworten Vertiefung gibt. Ich verstehe den Artikel als Überblicksartikel, der zu anderen Artikeln bewusst hinführt. Zu den Daten der Domestikation von Altweltkamelen, um die es ja in biblischer Umwelt und Zeit geht, gibt es durchaus auch die Zahl 2000 - 1500 vor Chr., der Datierungsversuch hier bleibt meines Erachtens windig. --Widipedia (Diskussion) 09:47, 17. Jun. 2023 (CEST)Beantworten

Vielen Dank für dein Votum! Mit der Bebilderung sprichst du ein Thema an, bei dem ich durchaus mit Kritik gerechnet hatte. Das ausführliche Kapitel Inhalt ist nun weitgehend mit der Wiener Genesis und dem Ashburnham-Pentateuch illustriert, obwohl es natürlich eingängigere und teils sehr berühmte Bilder zur Genesis gibt. Der Grund findet sich in 7.1. Bildende Kunst: Man nimmt an, dass diese spätantiken christlichen Codices Illustrationen aus nicht erhaltenen jüdischen Manuskripten kopieren. Die ältesten erhaltenen jüdischen Bilderzyklen zur Genesis gibt es dann in den Haggadot, und so ist das Kap. 6.1. nun mit Illustrationen der Goldenen Haggada versehen. Die Bindung Isaaks ist nach Artikelausbau nicht mit einer Radierung von Adi Holzer, sondern mit dem Bodenmosaik der Synagoge von Bet Alfa illustriert, das kunstgeschichtlich auch interessanter sein dürfte. Diese Illustrationen entsprechen der Gesamtanlage des Artikels, der die Genesis als jüdisches Buch vorstellt und dementsprechend einen Schwerpunkt bei der jüdischen Auslegung hat.
Das "Kamelargument" habe ich in der Artikelversion vor Ausbau vorgefunden und nachträglich belegt. Schmitz, Geschichte Israels, ist ein aktuelles Lehrbuch fürs Studium (aus der Reihe Grundwissen Theologie). Und ich habe es als Forschungsgeschichte gekennzeichnet. Die Niederschrift der Pentateuchquellen in der Königszeit und später wird nicht mit der Erwähnung von Kamelen begründet, sondern mit dem Vorhandensein von Schreiberschulen; für deren Tätigkeit gibt es epigrafische und wirtschaftliche Argumente. Muß die Hypothese Davidisch-salomonisches Großreich bspw. aufgegeben werden und war es nur ein "Kleinreich", dann fehlen die Voraussetzungen für die Frühdatierung des Jahwisten am Jerusalemer Hof. --Ktiv (Diskussion) 15:15, 17. Jun. 2023 (CEST)Beantworten
Danke für diese Erläuterungen. Die Biologen sind an der Domestikationsgeschichte der Kamele gerade in einer Phase, in der man vieles schärfer zu sehen bekommt, unter anderem wegen neuer DNA-Forschung usw. An den Kamelen sollte man deshalb exegetisch nicht zu viel aufhängen (und wird ja auch nicht gemacht). Das spricht für mich dann eindeutig für Excellenz--Widipedia (Diskussion) 16:11, 18. Jun. 2023 (CEST)Beantworten

Der Artikel erreichte das notwendige Quorum für eine Auszeichnung als exzellent. Gravierende Mängel, die eine Auszeichnung unabhängig von der Anzahl der Stimmen verhindern, wurden nicht aufgezeigt und sind auch nicht ersichtlich. Herzlichen Glückwunsch! --Chewbacca2205 (D) 19:02, 18. Jun. 2023 (CEST)Beantworten

Versteckte Kategorie: Wikipedia:Vorlagenfehler/Bewertungsbaustein/Wikidata

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Warum steht da eigentlich am Ende: „Wikipedia:Vorlagenfehler/Bewertungsbaustein/Wikidata“ Vielleicht ist es ja weg, wenn dies jemand liest, deswegen: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Genesis_(Bibel)&oldid=235539189 --Ettiwdreg (Diskussion) 23:56, 16. Jul. 2023 (CEST)Beantworten

Ist erledigt, habe jetzt verstanden, wie es funktioniert --Ettiwdreg (Diskussion) 14:47, 20. Jul. 2023 (CEST)Beantworten

Dieser Abschnitt kann archiviert werden. --Ettiwdreg (Diskussion) 12:56, 29. Jul. 2023 (CEST)