Heinrich Siepmann (Maler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Heinrich Siepmann (* 30. November 1904 in Mülheim an der Ruhr; † 16. Dezember 2002 ebenda) war ein Maler und zählte zur zweiten Generation des Konstruktivismus.

Leben und Wirken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte von 1925 bis 1927 an der Folkwangschule Essen bei Josef Urbach, Karl Kriete und Joseph Enseling. 1948 war er Mitbegründer der Künstlergruppe „junger westen“ in Recklinghausen. Bereits Siepmanns frühe noch gegenständliche Arbeiten aus den 1930er und 1940er Jahren faszinieren durch einen strengen kompositorischen Bildaufbau, und der zeit seines Lebens eng mit Mülheim verbundene Künstler entwickelte in den Nachkriegsjahren seinen Weg in die ungegenständliche, geometrisierende Abstraktion konsequent weiter. Gemeinsam mit Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Ernst Hermanns, Hans Werdehausen und Gustav Deppe gehörte er 1948 zu den Gründungsmitgliedern der in Recklinghausen initiierten Künstlergruppe „junger westen“, die dazu beitragen wollten, nach dem Kunstdiktat durch die deutschen Nationalsozialisten die Region von Rhein und Ruhr wieder zu einer Kulturlandschaft zu gestalten. Nachdem Siepmann in den 1960er Jahren durch die Einflüsse seiner Künstlerkollegen die formale Strenge zugunsten informeller Strukturen kurzfristig verlassen hatte, wandte er sich zum Ende des Jahrzehnts und vornehmlich ab den 1970er Jahren immer stärker einer Formsprache zu, die Farbe und Form auf der Leinwand als eigenständige Bildmittel begreift und diese in kompositorisch vollkommen harmonisch ausbalancierten Kompositionen zeigt. Siepmanns größtes Verdienst ist es dabei vielleicht, dass trotz seiner kalkulierten Schöpfungen stets ein lyrisches Moment den Werken innewohnt.

Heinrich Siepmann war zwischen 1953 und 1996 auf insgesamt 36 großen DKB-Ausstellungen im In- und Ausland vertreten.[1]

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Ferdinand Ullrich (Hrsg.): Heinrich Siepmann. Monographie, Werkverzeichnis der Gemälde. Kerber Verlag, Bielefeld 1999, ISBN 3-929040-41-7.
  • Heinrich Siepmann. Gemälde und Collagen von 1972 bis 1991. Ausstellungskatalog 8. Juni – 31. Juli 1991, Galerie Neher Essen, Texte: Tayfun Belgin, Essen 1991, ISBN 3-923806-15-5.
  • Heinrich Siepmann. Gemälde, Collagen, Pastelle. Ausstellungskatalog, 3. Februar – 9. März 1996, hrsg. v. Galerie Neher, Text: Eva Müller, Pulheim 1996.
  • Heinrich Siepmann – unvergessen – Bilder. Ausstellungskatalog 13. Oktober – 16. November 2007, hrsg. v. Galerie Neher Essen, Text: Eva Müller-Remmert, Goch 2007.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. kuenstlerbund.de: Ausstellungen seit 1951 (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kuenstlerbund.de (abgerufen am 26. Februar 2016)