Istra (Fluss)

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Istra
Истра
Istra nahe dem Kloster Neu-Jerusalem

Istra nahe dem Kloster Neu-Jerusalem

Daten
Gewässerkennzahl RU09010101412110000023505
Lage Oblast Moskau (Russland)
Flusssystem Wolga
Abfluss über Moskwa → Oka → Wolga → Kaspisches Meer
Quelle bei Powarowo
56° 14′ 29″ N, 36° 52′ 4″ O
Mündung in die Moskwa bei Petrowo-DalnejeKoordinaten: 55° 44′ 31″ N, 37° 8′ 27″ O
55° 44′ 31″ N, 37° 8′ 27″ O
Mündungshöhe 128 m

Länge 113 km[1][2]
Einzugsgebiet 2050 km²[1][2]
Abfluss[1]
Lage: 12 km oberhalb der Mündung
MQ
11,3 m³/s
Linke Nebenflüsse Grjasewa
Rechte Nebenflüsse Malaja Istra, Beljana
Durchflossene Stauseen Istra-Stausee
Mittelstädte Istra
Verlauf der Istra (Истра) im Einzugsgebiet der Moskwa

Verlauf der Istra (Истра) im Einzugsgebiet der Moskwa

Die Istra (russisch Истра) ist ein 113 Kilometer langer Fluss in der Oblast Moskau (Russland) und ein linker Nebenfluss der Moskwa.

Die Istra entspringt nahe der Siedlung städtischen Typs Powarowo nordwestlich von Moskau, etwa zwischen den Städten Selenograd und Solnetschnogorsk. Kurz nach der Quelle geht die Istra in den 1935 gebildeten, 22 Kilometer langen und bis zu drei Kilometer breiten Istra-Stausee über, der als eines der Reservoirs für die Wasserversorgung Moskaus dient. Etwas südlich des Stausees passiert der Fluss die nach ihm benannte gleichnamige Stadt (ehemals Woskressensk genannt), kreuzt die Eisenbahnmagistrale Moskau–Riga und fließt weiter kurvenreich in die südöstliche Richtung. Bei der Ortschaft Petrowo-Dalneje, etwas südlich der Städte Krasnogorsk und Dedowsk, mündet die Istra in die Moskwa. Im Unterlauf und Mündungsbereich erreicht die Istra eine Breite von etwa 20 bis 30 Metern. Gespeist wird der Fluss vorwiegend vom Schmelzwasser.

Bis auf die Stadt Istra liegen keine größeren Orte am Flussufer. Aufgrund dessen sowie der durchgehend waldreichen Landschaft im Flusslauf gelten die Ufer der Istra und des Stausees als beliebtes Naherholungsgebiet im Moskauer Großraum. Schon im 19. Jahrhundert inspirierte die Natur an der Istra Landschaftsmaler Lewitan, der bei Woskressensk ein Sommerhaus hatte. Zu Sowjetzeiten entstanden an den Istra-Ufern zahlreiche Sanatorien und Herbergen.

Dem als Pilgerort bekannten Kloster Neu-Jerusalem, das an einem hohen Uferabschnitt der Istra liegt, verdankt der Fluss seinen Beinamen „Russischer Jordan“.

Commons: Istra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c Artikel Istra in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D056933~2a%3DIstra~2b%3DIstra
  2. a b Istra im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)