Kinderpuder-Skandal in Frankreich

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Im Kinderpuder-Skandal in Frankreich starben 103 Säuglinge an Arsenvergiftung.

Im Jahr 1952 produzierte und verkaufte das französische Laboratorium Daney aus Bordeaux eine Charge Kinderpuder der Marke Baumol, das stark arsenhaltig war. Infolgedessen erkrankten nahezu 500 Säuglinge und Kleinkinder mit Vergiftungssymptomen wie Lähmungserscheinungen oder anderen gesundheitlichen Erscheinungen. 103 von ihnen starben an den Folgen der Vergiftung.

Im sogenannten Kinderpuder-Prozess wurde 1959 der pharmazeutische Leiter und Mitbesitzer des Laboratorium Daney, der Apotheker Jacques Cazenave zu 18 Monaten Gefängnis auf Bewährung und einen Schadenersatz von 200.000 anciens francs verurteilt.[1]

  • Annick Le Douget: Enquête sur le scandale de la poudre Baumol (1951–1959), la première catastrophe sanitaire française. Fouesnant 2016, ISBN 978-2-9512892-4-6.

Einzelnachweise

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  1. Erwan Chartier-Le Floch: 1952. L’affaire de la poudre Baumol. In: Le Télégramme. 8. Oktober 2017, abgerufen am 22. Januar 2018 (französisch).