Ursula Höpfner-Tabori

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Ursula Höpfner-Tabori (* 19. Dezember 1949 in Hannover; † 14. Januar 2024 in Berlin[1]) war eine deutsche Tänzerin und Schauspielerin.

Ursula Höpfner erhielt von 1967 bis 1971 eine Ausbildung in Ballett-Tanz bei Yvonne Georgi an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Von 1971 bis 1972 war sie am Staatstheater Hannover engagiert, 1973 bis 1976 am Bremer Theater bei Ballettdirektor Johann Kresnik.

In Bremen lernte sie 1975 George Tabori kennen und trat in dessen neu gegründetem Theaterlabor auf. 1978 ging sie mit ihm an die Münchner Kammerspiele, 1981 an das Schauspielhaus Bochum, wo sie bis 1984 in Tabori-Stücken agierte. Am 12. Januar 1985 heiratete sie ihren Lebensgefährten im alten Gasthof Bierbichler[2] am Starnberger See.[3]

1985/86 spielte sie weiter mit Tabori an den Münchner Kammerspielen, 1986 bis 1990 gehörte sie zum Ensemble von Taboris Experimental-Theater „Der Kreis“ in Wien. 1990 bis 1999 arbeitete sie am Wiener Burgtheater, seit 1999 gehörte sie zum Berliner Ensemble.

Höpfner wirkte auch in zahlreichen Hörspielen von Tabori mit. Ihre vom Tanz geprägte Spielweise verfügte sowohl über tragische als auch komische Ausdrucksmöglichkeiten.

Wie die Berliner Zeitung am 22. Januar 2024 bekannt machte, starb Ursula Höpfner-Tabori am 14. Januar 2024 in Berlin.[4][1]

  • 1980: Donald Barthelme: Das Konservatorium – Regie: George Tabori (Hörspiel – HR/NDR/SDR)
  • 1983: George Tabori: Sigmunds Freude – Regie: George Tabori/Jörg Jannings (Hörspiel – RIAS Berlin/WDR)
  • 1983: George Tabori: Jubiläum – Regie: Jörg Jannings (RIAS Berlin/RB)
  • George Tabori. Macht kein Theater! In: du. Die Zeitschrift der Kultur. Heft 719, September 2001, Tamedia AG, Zürich, 102 S.
  • C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 306 f.
  • »Es war Nacht und wir haben uns geschüttelt vor Lachen.« In: du. Die Zeitschrift der Kultur, Heft 719, September 2001, Ursula Höpfner-Tabori im Gespräch mit Detlef Jacobsen.
  • Fotos: George Tabori mit seiner Frau Uschi Höpfner-Tabori. In: George Tabori. Macht kein Theater! In: du. Die Zeitschrift der Kultur, Heft 719, September 2001, 2 S., von Nelly Rau-Häring.

Einzelnachweise

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  1. a b Margarete Affenzeller: Schauspielerin und Tänzerin Ursula Höpfner-Tabori gestorben. In: Der Standard. 22. Januar 2024, abgerufen am 9. März 2024.
  2. Benjamin Engel: Zwischen Bauern und Betuchten. In: Süddeutsche Zeitung, 30. Juni 2015.
  3. Andrea Welker: Chronik von Leben und Werk. In: George Tabori. Macht kein Theater! In: du. Die Zeitschrift der Kultur, Heft 719, September 2001, Tamedia AG, Zürich S. 88.
  4. Die Schauspielerin und Tänzerin Ursula Höpfner-Tabori ist gestorben, Berliner Zeitung, 22. Januar 2024, abgerufen am 9. März 2024 (Bezahlschwelle)
  5. Sabine Seifert: Summen und Singen. Das Jahrbuch „Theater heute“ 1995. In: taz, 7. Oktober 1995: „Ursula Höpfner erhielt den weiblichen Darstellerpreis für die „Mariedl“ in Schwabs „Präsidentinnen“ (und Ehemann Tabori schrieb die Lobrede.)“